19.08.2019 – Zeitungsartikel SAP-Projekt

    Bei Metall Zug dreht sich das Personenkarussell

    Marktanteile in der Schweiz verloren

    Der Haushaltapparate-Hersteller V-Zug befindet sich in einer schwierigen Phase. Im ersten Semester dieses Jahres sank der Umsatz des Unternehmens um 4% auf knapp 282 Mio. Fr, obwohl sich der Gesamtmarkt in der Schweiz laut Buhofer «recht stabil und solide» entwickelte. V-Zug dürfte im hart umkämpften Markt von Küchengeräten und Waschmaschinen also Marktanteile verloren haben. Probleme bei der Einführung eines Informatiksystems von SAP hatten zu erheblichen Lieferschwierigkeiten geführt, wie das Unternehmen schon früher mitgeteilt hatte. Auf Anfrage der NZZ sagte Buhofer: «Wir haben Kunden enttäuscht.»

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    In den roten Zahlen

    Wegen der grossen operativen Probleme im Zusammenhang mit der SAP-Einführung schmolz das Betriebsergebnis (Ebit) der grössten Unternehmenstochter von 21,7 Mio. auf 5,5 Mio. Fr. Dieser Rückgang hinterliess auch deutliche Spuren auf Konzernebene.

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    Quelle: Feldges, Dominik: Der Haushaltapparate-Hersteller V-Zug befindet sich in einer schwierigen Phase. In: NZZ 19.08.2019 (2019)

     

    V-Zug leidet unter SAP-Projekt

    Mehrkosten, Verzögerungen, verlorene Aufträge – nach der SAP-Einführung hat es „gewaltig gerumpelt“. Eine Gewinnwarnung lässt den Aktienkurs der Mutterfirma abstürzen.

    Metall Zug hat vor einer guten Woche eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Eine Gebäudesanierung und Probleme bei der Einführung des ERP-Systems bei der Tochtergesellschaft V-Zug führten zu Mehrkosten. „Anhaltende Kosten und Ertragsausfälle im Zusammenhang mit der Einführung von SAP“ würden die Bilanz belasten, schreibt Metall Zug in einer Gewinnwarnung. Diese lässt den Aktienkurs zunächst um 13,81 Prozent einbrechen. Das Unternehmen erwartet für das erste Halbjahr 2019 „ein Betriebsergebnis (EBIT) in der Grössenordnung von 0 Millionen Franken gegenüber 36,4 Millionen Franken in der Vergleichsperiode im Vorjahr.“

    Die Zusatzkosten im Zusammenhang mit dem SAP-Projekt hätten einerseits mit Mehrkosten zu tun, die für nachträgliche Arbeiten anfallen und für zusätzliche Mitarbeitende benötigt werden. Andererseits habe die

    Servicequalität bei V-Zug gelitten und die Kunden hätten Verzögerungen in Kauf nehmen müssen. Dies habe teilweise zum Verlust von Aufträgen geführt, erklärt die Firma. Insgesamt würden die Rückstellungen für die Sanierungen sowie die Mehrkosten bei der SAP-Einführungen das Betriebsergebnis mit 14 Millionen Franken belasten, teilte Metall Zug mit. Wieviel davon konkret auf das SAP-Projekt entfallen, will der Konzern auf Anfrage von inside-it.ch nicht kommunizieren.

    Prozesse müssen optimiert werden
    Die anhaltenden Probleme mit dem SAP-System hängen unter anderem damit zusammen, dass das Projekt bei der Vorbereitung unterschätzt worden sei, so das Unternehmen auf Anfrage.

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    Quelle: Bericht Inside-it vom 17. Juni 2019: V-Zug leidet unter SAP-Projekt (2019)